Denderah Temple as of November 05th, 2009, with 5 hours of additional sailing............Mit 5 stunden zusätzliche Fahrt auf dem Nil ist der Besuch des Denderah Tempels ab dem 05 November 2009 inkludiert

Sehenswürdigkeiten


Der Nil ist der längste Fluss der Welt, ca. 6.500 Kilometer fließt er von Ostafkrika gen Norden zum Mittelmeer. Studien haben gezeigt, dass der Fluss (die Ägypter nannten ihn Iteu, was einfach Fluss bedeuted) über Millionen von Jahren allmählich seine Lage und Größe verändert hat. Der Nil fließt aus den Bergen im Süden zum Mittelmeer im Norden. Ägypter, die andere Länder bereisten, kommentieren oftmals den „falschen“ Fluss der großen Ströme. So zeigt z.B. ein Text von Tuthmoses I. in Nubia, wie er den großen Fluss Euphrat als „verkehrt herum fließendes Wasser, das flussabwärts statt aufwärts strömt“ bezeichnet.

Drei Zuflüsse mündeten schon damals vom Süden in den Nil und nährten ihn: der Blaue Nil, der Weiße Nil und der Atbara. Im südlichen Abschnitt zwischen Assuan und Khartum, dem einstigen Land Nubien, fließt der Nil durch harte, magamatische Gesteinsformationen und schließlich muss er einige Stromschnellen, die Kataraks, überwinden, die eine natürliche Grenze zum Süden bilden. Zwischen dem ersten und zweiten Katarakt liegt Unternubien und zwischen dem zweiten und sechsten Obernubien.

Über einen Großteil seines Verlaufs durch Ägypten hat der Nil eine tiefe, weite Rinne im Wüstenplateau ausgebildet. Bei Assuan, nördlich des ersten Katarakt ist der Nil tiefer und seine Öberfläche ist glatter. Von Assuan aus fließt der Nil nördlich weiter nach Armant und nimmt schließlich eine scharfe Biegung, die Qeng genannt wird. Der Abschnitt von Armant bis Hu verläuft über 180 km und unterteilt das enge südliche vom weiteren nördlichen Tal.

Südägypten wird, weil ja stromaufwärts gelegen, Oberägypten und Nordägypten, weil stromabwärts gelegen, Unterägypten genannt. Zusätzlich zum Flusstal und dem Delta unterteilt der Nil Ägypten ebenfalls in die östlichen und westlichen Wüstengebiete.

Das Niltal ist eine Schlucht, die über knapp 1.000 km verlauft, mit Auen, die eine Fläche von rund 6.800 qkm bedecken. Das Nildelta breitet sich über gute 13.500 qkm aus und ist in den Küstenbereichen von Lagunen, Feuchtgebieten, Seen und Dünen gesäumt.

Das Delta präsentierte 63% der unbewohnten Fläche Ägyptens, mit einer Ausdehnung von ca. 200 km von Süd nach Nord und ca. 400 km von Ost nach West. Während heute der Nil nur über die zwei Hauptarme Damietta und Rosetta durch das Delta fließt, gab es in vergangenen Zeiten drei Hauptrinnen, bekannt als das Pre-, Ptah- und Amunwasser. In griechisch-romanischer Zeit wurden diese Flussarme Pelusiac, Sebennytic und und Canoptic genannt. Weiterhin gab es untergeordnete und als künstliche Kanäle angelegte Flussarme.

Ein besonderes Merkmal des Deltas sind die sandigen Erdhügel aus Lehm und Schlick die zwischen 1 bis 12 Meter aus ihrer Umgebung herausragen. Da diese Erdhügel nicht überflutet wurden, waren sie ideale Standorte für Siedlungen in Zeiten der Vor- und Frühdynastie des alten Ägyptens. Tatsächlich wurden Beweise für eine Besiedelung durch Menschen gefunden. Vielleicht haben diese Erdhügel auch den damals üblichen Glauben bestärkt, dass die gesamte Schöpfung auf einem Erdhügel begann, der aus den anfänglichen Nun-Gewässern emporstieg (Pyramidentext 600).

Es gab einige goße Oasen in der westlichen Wüste, die 2/3 Gesamtägyptens einnahmen: Fayoum, wo während der Periode des Mittleren Königreiches die Hauptstadt ganz Ägyptens lag und das zu einem der dicht besiedeltsten und landwirtschaftlich produktivsten Bereiche wurde, Bahriya, wo viele Sarkophage aus griechisch-römischer Zeit gefunden wurden, die sogenannten „Goldenen Mumien“, Kharga und Dakhla, die für ihre hervorragenden Weine bekannt waren und die Oase Siwa, deren Amun-Orakel von Alexander dem Großen aufgesucht wurde, um zu beweisen, dass er der wahre Nachfolger des ägyptischen Herrschertums war.

Die östliche Wüste wurde bereits zu Zeiten der Paharaonen wegen ihrer reichen Mineralienvorkommen ausgebeutet.

Schon allein die Nennung des Nils lässt vor den Augen der Menschen heute Bilder von Pyramiden, großen Tempeln, fantastischen Legenden und Mumien und geheimnisvollen Schätzen entstehen. Aber der Nil präsentiert auch das Leben an sich für alle Menschen in Ägypten, denn erst der Fluss machte das Leben für hunderttausende Menschen und Tiere überhaupt möglich und formte jene Hochkultur, die wir heute erst beginnen wirklich zu verstehen.

Der Fluss bestimmte jeden Lebensbereich mit Symbolismus. In der Religion z.B. glaubte man, dass der Schöpfer- und Sonnengott Ra (Re) den Himmel täglich in einem Boot kreuzte (vergleichen Sie dies nun mit den Griechen und Römern, deren Sonnengott den Himmel mit einem von feurigen Rossen gezogenen Triumphwagen durchquerte). Der Gottheit Hapy (Hapi), die den Nil selbst personifizierte wurden Hymnen gesungen, die Hapys Großzügigkeit gegenüber den Menschen priesen und natürlich gab es regelmäßige Opfergaben. Wie schon erwähnt, glaubte man, dass die Schöpfung aus einem der Erdhügel des Nils und dem umgebenden Wasser emporstieg. So sind im mysthischen Gauben auch Flusstiere zu Gottheiten aufgestiegen, wie wir es im Fall des Nilpferdes, in der Form der Göttin Tawaret, dem Krokodil als Gott Sobek und sogar dem Frosch als Heket sehen. Diese Gottheiten galten als machtvoll für den Prozess der Befruchtung und Geburt. In vielen Schriften findet sich die Vegetation des Flusses mit Blumen- und Pflanzenmotiven wie Lotus und Papyrus wider. In der Architektur wurde mit der Konstruktion der Tempel die Form der typischen Erdhügel nachempfunden, sowie Wellen des Flusses von unten bis oben die Hauptsäulen und weitere ähnliche Motive die Wände zierten. Auch prägte der Nil früheste Reiseunternehmungen der Menschheit, Modelle für Boote wurden gefunden, die auf das 5. Jahrtausend vor Christus zurückdatieren.

Von frühesten Zeiten an trat des Wasser des Nils, durch Monsunregen in Äthiopien gestiegen, über die Ufer und überschwemmte zwischen Juni und September der heutigen Kalenderrechnung die Flussauen. Schon in antiken Zeiten wurde ein Nilometer benutzt, um den Pegel des Nilwassers zu messen. Es bestand normalerweise aus einer Serie von Stufen an denen man das Hochwasser und den normalen Pegel messen konnte. Einige der alten Nilometer gibt es heute noch am Philae-Tempel, an der Grenze zwischen Ägypten und Nubien, in Edfu, Esna, Kom Ombo und Dendera, sowie das bekannteste Nilometer auf der Elephantine Island bei Assuan.

Der altägyptische Kalender bestand aus 12 Monaten mit je 30 Tagen und war in drei Jahreszeiten, basierend auf den Zyklen des Nils, unterteilt. Diese Jahreszeiten waren ‚akhet’, die Überflutung, ‚peret’, die Reifezeit und ‚shemu’, die Trocken- oder Erntezeit. Während der Jahreszeit der Überflutungen durch Hochwasser wurden Schichten von fruchtbarster Erde über die Auen verteilt. Chemische Analysen haben die große Fruchtbarkeit des Nilschlamms bewiesen. Er enthält etwa 0,1% Stickstoff, 0,2% Phosphorpentoxid und 0,6% Kalium.

Da die meisten Ägypter Farmer waren, wurden sie während der Zeit der Überflutungen, die ihre Arbeit unmöglich machten, zu Zwangsarbeit für den Bau der Pyramiden, der Königsgräber, anderer Monumente und für Tempelreparaturen herangezogen.

Der große griechische Philosoph Herodot schrieb über den Nil: „Der Fluss steigt über sich selbst hinaus und bewässert die Felder, sinkt dann wieder ab. Dann trägt jedermann die Saat auf´s Feld und wartet einfach auf die Ernte.“ Der Philosoph nannte Ägypten auch das Geschenk des Nils. Die Beschreibung veranlasste die Leser, sich Ägypten als ein großes Paradies vorzustellen, in dem die Menschen einfach sitzend darauf warteten, dass die Saat- und Erntezeit käme. Aber die alten Ägypter selbst wussten es natürlich besser. Eine zu hohe Flut des Flusses konnte ganze Städte zerstören, und Niedrigwasser machte das Land zu Staub und brachte Hungersnöte. Und tatsächlich, eine von fünf Fluten war entweder zu hoch oder zu niedrig.

Eine berühmte steinerne Inschrift, Famine Stela genannt, die auf die ptolomeische Zeit zurückdatiert, berichtet von einer Gelegenheit (ob real oder fiktiv ist nicht sicher bekannt) aus der Periode des Herrschers Djoser während der 3. Dynastie. Der Herrscher schreibt an einen Statthalter im Süden und bezeichnet sich selbst als entmutigt über eine siebenjährige Hundersnot. Von einem Priester Imhoteps wird der Herrscher angewiesen, Gesckenke und Opfergaben zum Tempel des Khnum, des Schöpfergottes der Region, zu bringen, dem die Kontrolle über den Nil und seine Fluten zugesprochen wurden, um die verheerende Hungersnot sicher zu beenden...

Heute buchen viele Urlauber in Ägypten eine Nilkreuzfahrt als Teil eines Reisepaketes. Und tatsächlich ist es, um Ägypten so zu sehen und tatsächlich zu begreifen, wie es die Einheimischen tun, nahezu unerlässlich auf dem Nil zu reisen. Oft ist dabei auch die traditionelle Felukke - wie zu alten Zeiten - das gewählte Transportmittel auf dem Strom. Der Nil floss früher während der Hochwasserzeit mit gut vier Knoten von Süd nach Nord, das Wasser war durchschnittlich zwischen 7,5 -10m tief und die Fahrt auf dem Wasser ging zügig voran. Eine Reise auf dem Fluss von Theben (dem heutigen Luxor) gen Norden bis nach Memphis (nah bei dem heutigen Kairo) dauerte ca. zwei Wochen. Während der Trockenperiode, wenn weniger Tiefe vorhanden war und der Strom sich langsamer bewegte, beanspruchte diese Route bis zu zwei Monaten. An der großen Flussbiegung bei Qeng ging es erst von West nach Ost und dann zurück von Ost nach West, was die gesamte Reise erheblich verlangsamte. Nachts musste die Reise unterbrochen werden, um nicht wegen fehlender Sicht auf einer der vielen Sandbänke auf Grund zu laufen oder mit einer der Nilinselchen zu kollidieren.

Wer heute eine Kreuzfahrt auf dem Nil macht, erlebt die antiken und legendären Sehenswürdigkeiten Altägyptens, wie Karnak und das gegenüber auf der anderen Uferseite gelegene Luxor, Dendera mit dem großen Hathor-Tempel, Abydos mit dem phantastischen von Seti I. errichteten Tempel und den Gräbern der frühen Dynastie. Esna mit dem Tempel zu Ehren von Khnum, dem Schöpfergott der Region, dem man die Kontrolle über den Nil und seine Reichtümer zusprach. Edfu mit dem Horus-Tempel, Kom Ombo mit dem Doppeltempel für Sobek und eine weitere, Haroeris genannte Verkörperung des Horus und schließlich Assuan mit dem beeindruckenden High Damm.

 
Lesen Sie mehr über:
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Die auf dieser web-Site vorgestellten Sehenswürdigkeiten sind nur ein Auszug der unzähligen Gräber, Tempel und Monumente, die Sie während Ihrer Nilkreuzfahrt besuchen können.
 
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